The Sauna Site



GRUNDLAGEN DER DURCHLÜFTUNG

Heiße Luft ist leichter als kalte Luft

· Ein Kubikmeter Luft von 20°C wiegt 1 205 g
· Ein Kubikmeter Luft von 60°C wiegt 1 060 g
· Ein Kubikmeter Luft von 100°C wiegt 946 g
· Ein Kubikmeter Luft von 200°C wiegt 746 g
Die heiße Luft, die vom Saunaofen aufsteigt, kann man mit dem Rauch vergleichen, der an einem kalten, windstillen Wintertag aus einem Schornstein kommt. In der Sauna steigt die heiße Luft direkt hoch zur Decke und breitet sich nicht horizontal aus. Sie breitet sich unter der Decke aus. Wenn neue heiße Luft vom Saunaofen die Decke erreicht drückt sie die kältere Luft nach unten. Diese fällt dann wie eine Schicht abwärts.

Als die Saunaöfen in den 70er Jahren eingeführt wurden, blieben die Lüftungssysteme unverändert. Die Durchlüftung wurde jedoch für eine original finnische Sauna konstruiert, die man früher noch mit Holz heizte:

· Die Luftzufuhr befand sich hinter dem Ofen, um das Feuer mit Sauerstoff zu versorgen.
· Der Luftabfluß war in der Decke oder ganz oben an einer Wand, um die Sauna von überschüssiger Hitze zu befreien.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Für das Feuer in einer Holzsauna brauchte man viel Luft. Der Ofen erhitzte die Sauna sehr schnell und einfach. So konnte man die überschüssige Luft einfach durch den Luftabfluß ausströmen lassen, ohne die Qualität des Löylys zu verringern. Die zwei Ventile, die dort verhanden waren, waren wirksam und erzeugten eine ideale Durchlüftung.

Mit einem elektrischen Ofen verändert sich die Situation aber vollkommen. Man benötigte keine Luft mehr, um das Feuer zu erhalten.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Auch hatte der elektrische Ofen keine Überkapazitäten, die den Luftabfluß erlaubte.

Wenn man also das traditionelle Lüftungssystem mit den neuen elektrischen Öfen kombiniert, erreicht man einen großen Temperaturunterschied zwischen der Decke und dem Fußboden.

Der Unterschied wird durch die Hitzeausstrahlung des Ofens verringert, der die Beine des Saunabesuchers wärmt. Jedoch ist der Ofen kein effektiver Wärmeausstrahler. Deshalb hat man einen hohen Hitze- und Energieverlust in der Sauna. Die Ohren können aber trotzdem ganz schön heiß werden, was durch ein Luftabflußventil in der Decke verringert werden kann!

Diese Konstruktion läßt die Durchlüftung in der Sauna steigen, jedoch auf Kosten eines stark ansteigenden Energieverbrauches. Frische Luft kann nur zum Saunabadenden gelangen, wenn das Abflußventil größer ist als der Aufstieg der Luft durch den Ofen. In diesem Fall würde ebenfalls ein dauernder Luftfluß hinter dem Ofen stattfinden. Diese würde kalte, frische Luft in die Sauna fließen lassen. Das Ergebnis wäre ein guter Löyly mit einer weitaus hohen Energieverschwendung.

©SaunaSite, 1997


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