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DER SAUNAOFEN

Das wichtigste in der Sauna überhaupt ist der Saunaofen. Der Löyly, das Gefühl beim Saunabaden, ist natürlich am besten in einer Sauna, wo ein richtig guter Saunaofen ist. Man kann sagen, daß der Faßofen und der uralte Rauchofen sicherlich die Besten waren. Die besten Saunaöfen haben folgende Merkmale:

· die Hitze ist in einer großen Anzahl von Steinen gespeichert
· die Temperatur in der Sauna ist relativ mild, 60-80°C
· das Gefühl für die Wärme kann durch das Wasseraufgießen auf die heißen Steine reguliert werden

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Im Anschluß ist ein Bild einer alten Rauchsauna zu sehen: Der Ofen steht auf der Erde und die Saunabank ist durch Stufen zu erreichen. Solange dort kein Schornstein vorhanden war, füllte sich die Sauna mit Rauch, während man den Ofen heizte. Vor dem Saunabaden mußte dann die Sauna gründlich gelüftet werden. Dadurch kam auch wieder kalte Luft in die Sauna, die Temperatur sank.

Das gleiche passierte auch mit dem Faßofen, der die Sauna auf 40°C - 50°C erwärmte, bevor man den Deckel öffnete. Die niedrige Temperatur ermöglichte es, Löyly aufzugießen, also Wasser auf die heißen Steine zu kippen. Beim Aufgießen von Löyly konnte man die Temperatur durch das eigene Wärmegefühl regulieren. Wenn die Sauna beim Löylyaufgießen heißer wurde, konnte man das angenehmste Gemisch aus Hitze und Feuchtigkeit erreichen. Das heißt, man konnte so den Löyly aufgießen, wie man es selber am besten fand.

Der Ofen ist das sogenannte Herz der Sauna. Trotz aller möglichen Luxusartikel und viel Geld, das man in seine Sauna investiert, kann man ohne einen guten Ofen keine gute Sauna haben. Der Löyly ist eine Kombination zwischen der Temperatur der Sauna und dem erzeugten Dampf, der durch das Wasseraufgießen auf die heißen Steine des Ofens entsteht. Die traditionelle Art, den Löyly zu regulieren, besteht darin, Wasser auf die Steine zu werfen und dabei eine geringe Temperatur in der Sauna zu haben. Das bedeutet, daß die Temperatur ein wesentlicher Bestandteil eines guten Löylys ist.

Wie bereits auf den Seiten Die Temperatur und der Löyly erklärt wurde, ist es nicht möglich, einen feuchten Löyly in einer heißen Sauna zu haben. Um die relative Luftfeuchte bei einer hohen Temperatur aufrechtzuerhalten, erfordert es sehr viel Aufgießen von Löyly. Das wiederum läßt den Hitzeeffekt ins Unermäßliche steigen.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Die Bedingung für eine gute Sauna und auch für einen guten Löyly ist, daß die Temperatur in der Sauna so niedrig ist, daß man auch einen feuchten Löyly erreichen kann. Dies kann man nur in einer Sauna erreichen, wo ein Ofen mit vielen Steinen ist. Ein Saunaofen mit nur einigen Steinen hat nicht dieselbe Löylykapazität, um einen feuchten Löyly zu geben.

Die Temperatur für einen guten Löyly variiert von Mensch zu Mensch. Deshalb ist es so wichtig, daß der Ofen die Sauna gut genug erhitzt, auch für solche Leute, die einen heißen, trockenen Löyly lieben. Wenn dann die Temperatur in der Sauna zu niedrig ist, dann ist der Löyly für diese Saunagänger zu feucht.
Es gibt eigentlich keinen Löyly, der als schlecht bezeichnet werden kann. Jedoch gibt es viele Arten von gutem Löyly, der bei den verschiedensten Leuten Anklang findet. Generell mögen Männer heißeren Löyly als Frauen, Erwachsene mögen einen stärkeren Löyly als Kinder.

Die meisten Saunas werden so geheizt, wie es dem Eigentümer gefällt. Aber das setzt voraus, daß man in dem Moment Löyly aufgießen muß, in dem die Temperatur der Sauna dafür am günstigsten ist. Das heißt, so schnell wie möglich, wenn die Temperatur das gewünschte Level erreicht hat. Andererseits wird die Sauna zu heiß, wenn sich das Saunabaden noch hinauszögert.

Mit einem guten Saunaofen sind jegliche Arten von Löyly möglich. Normalerweise sind Saunaöfen besser. Sie sind jedoch auch viel teurer als normale Öfen. Aber die schon angesprochene Löyly-Vielfalt ist doch breiter als normal: von einem normalen Ofen-Löyly, der heiß und trocken ist, bis zu einem feuchten Löyly, der einem türkischen Dampfbad ähnelt, ist alles möglich.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Außerdem ist die Sicherheit bei solch einem Saunaofen viel höher als normal. Das Gehäuse des Ofens wird nie brennend heiß. Zusätzlich zur Feuersicherheit gibt es einen anderen wichtigen Sicherheitsaspekt, den man berücksichtigen sollte. Der Saunabesucher wird nie seine Haut verbrennen, wenn er versehentlich den Ofen berührt. Kinder schwitzen in einer anderen Art und Weise. Sie können noch nicht so viel Hitze ertragen wie Erwachsene. Deshalb ist es einfacher, mit dem Saunaofen einen milderen Löyly für Kinder zu haben. Gleichzeitig muß man jedoch nicht auf den Löyly verzichten, den man selber mag. Dieser Löyly kann auch stärker sein.

Ein Saunaofen verbraucht weniger Energie als ein normaler Ofen. Wenn die Sauna in Betrieb ist, aber in der Sauna keine Personen sind, ist der Unterschied im Energieverbrauch besonders hoch. Der Saunaofen mit geschlossenem Deckel verbraucht nur 0,3 bis 2 kWh, während ein normaler Ofen 3 bis 30 kWh verbraucht. Mit der gespeicherten Hitze in den Steinen kann der Saunaofen mit viel weniger Energie auskommen als der normale Ofen.

Wenn die Decke und die Wände der Sauna gewissenhaft isoliert sind, und die Holzverkleidung richtig montiert ist, kann man eine gute Daumenregel für den Heizeffekt des Ofens aufstellen. Man kann sagen, daß er doppelt so groß ist, wie die Grundfläche der Sauna (in m² gemessen).

Zum Beispiel: Die Sauna ist 210 cm x 240 cm groß, hat also eine Fläche von 5 m². Man benötigt nun 10 kWh.

Ein Saunaofen verbraucht weniger Energie und erzielt den gleichen Effekt. Die Energie wird in den Steinen gespeichert. Die elektrische Kapazität entspricht nun also dem Heizen der Sauna, um genug Löyly für eine Gruppe von Saunagängern zu geben.

Im Falle eines dauernden Saunabadens, wenn ständig Löyly aufgegossen wird, dann kann der Bedarf der Kapazität steigen, weil man mehr Energie zum Verdampfen des Wassers benötigt.

Ein anderer Vorteil des Saunaofens gegenüber einem normalen Ofen ist, daß er die Holzverkleidung der Sauna schützt. Das Holz in der Sauna trocknet zu schnell aus, wenn die Sauna für längere Zeiträume extrem heiß ist. Solange man einen Elektroofen benutzt, der ständig in Betrieb ist, muß man das Holz der Wände und der Decke fast jedes zweite Jahr auswechseln.

Mit dem Saunaofen ist die Sauna nur dann heiß, wenn dort Leute sind, die darin baden. Die Hitzelast wird dadurch zu einem Bruchteil verringert. Darüber hinaus ist es nicht nötig, die Sauna sehr stark zu erhitzen, weil man keine Angst um einen mangelnden Löyly haben muß.

Durch die breite Variation der normalen Öfen und Saunaöfen gibt es auch eine große Preisvielfalt. In Finnland sind die Preise (hier in DM) ungefähr so, wie sie in der Tabelle dargestellt sind:

Elektrischer Ofen, Wand-Montage 3-9 kW DM 150-500
Elektrischer Ofen, Fußbodenmontage 12-36 kW DM 1000-3500
Holzofen   DM 150-500
Elektrischer Ofen, Typ: immer in Funktion 3-6 kW DM 1200-2000
Elektrischer Ofen, Magic Stove 4-30 kW DM 4000-10000
Faß-Ofen, holzverbrennend   DM 1300-3500


© SaunaSite, 1997



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