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DIE HÖHE DER SAUNABANK

Es gibt ein allgemeines Mißverständnis, das "Gesetz des Löyly’s", das besagt, daß sich die unterste Saunabank in der Höhe der Steine befinden soll. Der Grund dafür ist, daß man genügend Wärme für die Beine haben sollte. Meistens führt das auch zu einem guten Ergebnis, aber nicht aus dem Grund, daß die Beine sich über der Höhe der Steine befinden. Der Grund dafür ist, daß sich die Saunabank hoch genug befindet! Wie schon vorher erwähnt wurde, steigt die heiße Luft direkt zur Decke auf. Sie verbreitet sich nicht horizontal, wie man in manchen Bauanleitungen lesen kann.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Wenn der Saunaofen sehr niedrig sein sollte, dann kann doch der Faßofen nicht einer der besten Öfen gewesen sein, oder?

Diese Anleitung stellt keinen guten Löyly sicher, wenn die Sauna sehr hoch ist und der Saunaofen in der Höhe des Fußbodens. Die Höhe des Ofens ist überhaupt nicht von Bedeutung!

Die Entfernung zwischen der Saunabank und der Decke ist das Einzige was zählt!

Die Höhe der Saunabank muß von der Decke abwärts gemessen werden, nicht vom Fußboden aus! Die Temperatur der Sauna fällt, wie sich der Abstand von der Decke zur Saunabank verändert. Das genaue Maß von der Decke sollte sich zwischen 100 - 110 cm befinden, maximal jedoch 120 cm. Größer sollte der Abstand nicht sein! Sobald man die Saunabank weiter von der Decke entfernt, wird der Energieverbrauch deutlich ansteigen. Warum? Weil sich über den Badenden eine Schicht der heißesten Luft legt, die eigentlich niemandem nützt. Diese Luftschicht kann ebenfalls die Feuergefahr erhöhen, weil die Sauna viel mehr erhitzt werden muß, um die Saunabankebene auf eine angemessene Temperatur zu bringen.

Um die richtige Entfernung zwischen der Saunabank und der Decke zu erhalten, muß man eine zusätzliche Stufe einbauen. Andererseits darf die Höhe der Sauna nur 200 - 210 cm betragen. Diese Höhe ist eine gute Variante für eine Familiensauna. Die zusätzliche Stufe würde dort nämlich nur zusätzlichen Platz benötigen.

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... In einigen Anleitungen für größere Saunas ist ein Hinweis enthalten, daß man einen größeren Abstand zur Decke haben sollte. Man soll die Saunabank, die "Laude", bis zu 150 cm unter der Decke bauen, um mehr Luft haben zu können. Das ist total unnötig! Es gibt keinen Grund für diesen zusätzlichen Abstand; man würde höchstens einen höheren Energieverbrauch haben und die Löylyqualität vermindern!

Hier ein kleines Beispiel: Angenommen man hat eine Sauna mit einer Grundfläche von 15 m², der Abstand zwischen der Saunabank und der Decke beträgt 150 cm. Das bedeutet, daß man 5 m³ Luft hat, die nichts wert ist - sie bedeutet nur Verschwendung und bereitet Ärger. Der Dampf steigt doch zur Decke auf, und der ungenutzte Raum wird als erstes gefüllt. Danach erst erreicht der Löyly die Saunabesucher! Um 5 m³ Raum mit Dampf zu füllen, benötigt man über 3 Liter Wasser. Man benötigt außerdem 2500 kJ Energie, um nur einen Liter 50°C warmes Wasser zu verdampfen!

Klicken Sie zur Bildbetrachtung... Die Kosten dieser zusätzlichen Distanz von 30-40 cm kann man am besten verstehen, wenn wir bedenken, daß man eine Sauna so stark erhitzen muß, um selbst auf der zweiten Saunabank die Temperatur zu erreichen, die man normalerweise auf der obersten Bank hat. Für die Saunagänger bedeutet es, daß der Löylymeister, derjenige, der den Löyly aufgießt, selbst keinen Löyly genießen kann. Der Löyly strömt über ihn hinweg zur gegenüberliegenden Ecke des Saunaofens. Während man selber nahe am Ofen sitzt, kann man immer wieder und ohne Grenze Löyly aufgießen, ohne daß man ihn selber spürt. Für die anderen Leute, die in der Sauna sind, und die weit weg vom Ofen sitzen, kann es jedoch zur Qual werden, weil der ganze Löyly auf sie zuströmt.

Auch in einer großen Sauna ist der Abstand von 120 cm genug. Man benötigt nur eine gut geregelte Durchlüftung. Zusätzliche Kubikmeter Luft bedeuten nur, daß eine Zeitverzögerung entsteht, ehe die Luft zum Badenden gelangt.

Ein anderes Argument für einen übermäßigen Abstand zwischen der Decke und der Saunabank ist, daß sehr große Personen mehr Platz benötigen. Sie würden sich die Köpfe während des Aufstehens an der Decke stoßen. Das scheint für einen Konstrukteur am Zeichenbrett gut möglich zu sein. Aber in der Wirklichkeit, in der Sauna, steigt niemand zur Saunabank, um sich dann erst einmal zu strecken. Man setzt sich doch so schnell wie möglich hin!

© Saunasite, 1997


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