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Definitionen:

Ein Ofen (in unserem Fall der Ofen der Sauna) ist ein Gerät zum Erwärmen der Sauna, der kontinuierlich die Steine und die Sauna erhitzt. Die Steinkammer des Ofens ist nach oben hin offen.

Ein Ofen ist eine uralte Version eines Gerätes zur Erwärmung der Sauna. Die Steine werden vorgewärmt. Die Hitze wird in der großen Menge von Steinen gespeichert. Der Ofen ist geschlossen, hat aber einen Deckel. Diesen Deckel kann man zum Aufgießen von Löyly und somit zum Baden öffnen.

1. Elektrischer Ofen, Wandmontage

Das Saunathermostat befindet sich im unteren Teil des Saunaofens. Es mißt somit nicht die exakte Saunatemperatur. Die Regulation der Temperatur ist spielend einfach: die Sauna wird wärmer oder kälter, je nachdem in welche Richtung man den dafür vorgesehenen Schalter dreht.




Es gibt immer eine Grenze für die Größe der Sauna. Im Bereich dieser Grenze ist die Temperatur, die in der Höhe des Saunaofens herrscht, proportional zur Temperatur in der Höhe der Schultern des Saunagängers.

Das Thermostat regelt die Funktion der Heizelemente. Die Elemente werden ausgeschaltet, wenn die Sauna heiß genug ist. Wenn die Temperatur sinkt, erfolgt ein automatisches Einschalten der Elemente.

2. Elektrischer Ofen, Fußbodenmontage, Grundversion

Das Saunathermostat ist etwa 30 cm unter der Decke an der Wand montiert. Wenn genügend Hitze in der Sauna ist, dann werden die Heizelemente ausgeschaltet. Umgekehrt, wenn die Hitze abnimmt, werden die Heizelemente aktiviert.

3. Elektrischer Ofen, Fußbodenmontage, Zwei-Phasen-Heizkontrolle

Mit der Grundversion wurde schon ein Problem erklärt, das entstehen wird, wenn die Sauna für lange Zeit leer ist. Die Sauna, die Wände und die Decke werden sehr heiß und die Heizelemente arbeiten immer nur für eine kurze Weile. In diesem Fall werden die Steine des Ofens schnell kalt und verlieren die Fähigkeit, Löyly zu geben.

Das Problem ist noch schwerwiegender, wenn nach langer Zeit, in der die Steine ungenutzt blieben, viele Saunagänger kommen. Dies kann jedoch vermieden werden, wenn man die Saunatemperatur ständig aufrechterhält. Eine andere Möglichkeit ist eine Steigerung der Durchlüftung, die die übermäßige Hitze abbaut und so die Heizelemente arbeiten läßt.

Bei beiden dieser Methoden verschwendet man Energie. Das Problem wurde folgendermaßen gelöst: Man teilte die Heizelemente in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe ist ständig in Betrieb. Die andere Gruppe wird nur dann eingeschaltet, wenn das Saunathermostat signalisiert, daß mehr Hitze benötigt wird. Das Problem der Energieverschwendung wird somit verkleinert. Aber es kann nicht abgeschafft werden, weil die Heizelemente immmer funktionsbereit sind und die Sauna überheizen können.

4. Elektrischer Ofen, Fußbodenmontage, seperate Heizkontrollen für die Steine und die Sauna

Zusätzlich zur Teilung der Heizelemente in zwei Gruppen, die eben beschrieben wurde, sind getrennte Thermostate für die Steine und für die Sauna montiert. Das Saunathermostat kontrolliert die Heizelemente in einem Luftkanal, wohingegen das Steinthermostat die Heizelemente zwischen den Steinen kontrolliert.

Nun hat man in der Sauna und auch in den Steinen eine bessere Kontrolle als bei den vorherigen Alternativen. Aber das folgende Problem ist immer noch nicht gelöst: Was macht man, wenn lange Leerzeiten auftreten, in denen keine Menschen baden, und anschließend viele Personen die Sauna nutzen wollen?



5. Elektrischer Saunaofen, Typ: immer in Funktion

Dieser Ofen hat eine sehr gute Gehäuseisolation mit einem Deckel. Wenn der Deckel geschlossen ist, dann wird die Temperatur der Steine durch das Ofenthermostat kontrolliert. Wenn der Deckel des Ofens geöffnet ist, dann werden die Heizelemente durch das Saunathermostat reguliert.

Da nur eine minimale Wärmestrahlung in der Sauna herrscht, und somit deren Wirkung nur sehr gering ist, bleibt die Temperatur der Sauna immer sehr mild und gemäßigt. Die Sauna ist solange warm, so lange der Deckel geöffnet ist. Für das Saunathermostat gibt es nun nicht viele Möglichkeiten der Regulierung.



6. Elektrischer Saunaofen, Typ: Magic Stove

Der Magic Stove ist überall isoliert und hat einen Deckel. Wenn der Deckel geschlossen ist, wird die Temperatur der Steine durch das Steinthermostat kontrolliert. Außerdem befindet sich ein Fön innerhalb des Ofens. Der Fön läßt Luft zirkulieren, wenn die Heizelemente in Betrieb sind. Solange der Fön die Hitze in der Steinkammer ausbreitet, ist ein Heizeffekt möglich, der unbegrenzt ist.

Der Fön zirkuliert die Luft durch die Steine in die Sauna. Das ist solange möglich, wie der Deckel des Saunaofens geöffnet ist. So erreicht man die gewünschte Wärme innerhalb kürzester Zeit, in ein oder zwei Minuten. Das Saunathermostat kontrolliert die Funktion des Föns. Das Thermostat in den Steinen setzt weiterhin die Kontrolle der Heizelemente fort. Mit dem Fön, und somit dem Aussetzen der Wärmeradiation, kann die Temperatur in der Sauna je nach dem Geschmack des Saunagängers reguliert werden.

© SaunaSite, 1997



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